Christian Reif machte in Barcelona “Kopf-Sprünge”
Mit seiner persönlichen Bestleistung von 8,47 Meter ist Sportstudent Christian Reif am vergangenen Sonntag Europameister im Weitsprung geworden. Dabei bewies er starke Nerven: Sein erster Sprung war ungültig, sein zweiter Sprung lag bei schwachen 7,87 Metern.
Und dann, als es um alles ging, als nur noch ein weiterer Sprung ihn vom vorzeitigen Final-Aus trennte, schienen ihn magische Kräfte 20 Zentimeter über seine bisherige Bestmarke hinauszutragen.
Woher diese Kräfte kommen? Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat Christian Reif sein Geheimnis verraten: Der Sport wäre nicht so schön, wenn nur die Beine und der Körper ihn ausmachten, so der frischgebackene Europameister. So spricht die FAZ in ihrer Überschrift denn auch ganz richtig von “Kopf-Sprüngen in den Sand.”
Der Kopf kann aus dem Favoriten einen Verlierer machen
und aus einem, der noch nicht so gut ist, den Überraschungssieger.
Vor drei Jahren suchte sich der 25-jährige Leichtathlet erstmals psychologische Hilfe: “Der Kopf kann aus dem Favoriten einen Verlierer machen und aus einem, der noch nicht so gut ist, den Überraschungssieger”, erklärt Reif in der heutigen FAZ.
Schön, dass immer mehr erfolgreiche Athleten offen über das Geheimnis ihrer Erfolge reden. Denn das spornt auch den Nachwuchs an, sich frühzeitig mit den mentalen Aspekten des Sports auseinanderzusetzen.
Kopf-Sprünge in den Sand
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. August 2010
